Die most special magical Tierbegegnungen (idealerweise in der Wildnis)! Leider sind Tiere gerade mit dem Handy selten wirklich gut zu fotografieren, aber ich denke sind ein paar coole Sachen dabei. So grob sortiert nach Coolheit.. Auf gehts!
Buckelwale (2023: Okinawa, Japan)
Okinawa ist einer der besten Orte, um Buckelwale zu beobachten. Die wandern aus den russischen und alaskischen Gewässern in die wärmeren Gefilde Südjapans.
Kaum aufgeregt übe ich vor Aufbrauch schon mal mit der Miniturvariante
Voller Erfolg: Erst sehen wir nur Fontänen in der Ferne, dann die ersten Buckelwale. Dann sind sie auf einmal direkt bei uns.
Die Wale haben einige coole Moves/Tricks drauf:
- Ankündigen tun sie sich eigentlich immer mit der Fontäne (Blow)
- Danach tauchen sie kurz auf und man sieht den Rücken und die Hinterflosse (Peduncle arch)
- Schlagen mit Flosse (Tail Slap) machen sie auch oft
- Bester Move, bei dem sie senkrecht aus dem Wasser schießen ist leider sehr selten. Guide meinte er hat ihn selbst erst 4 mal gesehen
Es gibt einige coole Videos, aber beim besten Moment (da haben 2 Wale supernah mehrfach rausgelugt und den “Peck scrap” gemacht) hab ich Hirni leider nicht auf Aufnahme gedrückt. Wäre wahrscheinlich das Video meines Lebens gewesen (:

Berggorillas (2019: Bwindi, Uganda)
Im Länderdreieck Kongo/Uganda/Rwanda gibt es die Chance wilde Berggorillas zu beobachten. Das ist möglich, weil einzelne Familien über Jahre an Menschen gewöhnt werden (Touristen, Wissenschaftler). Tracker begleiten die Familie den ganzen Tag über bis sie am Abend ihre Nester zum Schlafen bauen und folgen am nächsten Tag von diesen Nestern aus den Spuren zurück zur Gruppe. Jeden Abend gibt es dann Berichte über Zustand und Gesundheit der Familie.
Das Permit für eine Stunde mit den Gorillas im Dschungel kostete 2019 in Uganda $600 (2026 sind es jetzt $800).
Etwa 1 Stunde Wanderung durch den Dschungel bis wir unsere zugeteilte Familie finden

Die Begegnung ist ultra faszinierend. Zunächst sehen wir eine Dame, die genüsslich im Baum isst. Etwas weiter weg kommt der riesige Silberrücken den Baum heruntergerutscht (Alpha Style!), wieder mal ein Hosenwechsel nötig. Die Jungtiere purzeln noch etwas unbeholfen, aber ultraniedlich durch die Gegend. Wenn der Silberrücken weiterzieht folgen die Babies, dann die Weibchen und dann wir. So cool der Gruppe durch den Dschungel zu folgen. Die älteste Dame (43) der Gruppe legt sich dann müde vom ganzen Essen einmal quer schlafen. Und unsere Stunde ist dann auch sehr schnell vorbei. Tolles Erlebnis!

Pelikane (2022: Djoudj, Senegal)
Mit 2 Amis, die ich in Dakar kennengelernt habe und deren Auto geht es in den Djoudj National Bird Sanctuary im Norden Senegals. Wir sind die einzigen Gäste zur der Zeit und damit auch das einzige Boot auf dem Wasser. 3 mal springt ein crazy Fisch mit immensen Zähnen in das Boot und terrorisiert uns. Die Guides sind ganz gechillt und befördern die Fische nach kurzem Kampf wieder ins Wasser. Auf dem Weg gibt es einige coole Vögel, wie den Schlangenhalsvogel (absurd!)
Absolutes Highlight sind aber die Pelikane, für deren Schauspiel ich wirklich keine Worte habe. Immer wieder fliegen ganze Schaaren der riesigen Vögel nur wenige Meter an unserem Boot vorbei

Völlig absurd ist schließlich das Nestgebiet der Kolonie, in der tausende Tiere versammelt sind und es auch dementsprechend riecht haha

Grüne Meeresschildkröten (2017: Raz Al Jinz, Oman)
Die Strände von Raz Al Jinz sind eines der größten Nestgebiete der Grünen Meeresschildkröte.
Am Strand gibt es hier eine geführte Beobachtung, bei der die Weibchen im Schutz der Dunkelheit im Sand ihre Eier legen. Eine Schildkröte legt gerade Eier (ca. 100), die Temperatur wird entscheiden, ob Schildkrötenmädchen oder -junge schlüpfen wird.
Dutzende Schildkrötenbabys purzeln Richtung Meer (2 von 1000 schaffen es im Schnitt auszuwachsen, 2 werden vom Personal zertreten, argh)
Eine zweite Schildkröte hat ihr erstes Loch mit den Eiern bereits zugegraben und gräbt nun ein zweites Fakeloch, um Raubtiere zu täuschen. Dann bricht sie Richtung Meer auf. Der ganze Prozess dauert ca. 2 Stunden.
Grüße an Alex, Arndt und Eric!
Pottwal & Schwarzdelfine (2026: Kaikoura, Neuseeland)
In Kaikoura treffen kalte und warme Meeresströmungen zusammen, was die Beobachtung von Walen und Delfinen das ganze Jahr über ermöglicht. Durch den Kaikoura Graben (Tiefe springt von 90 Metern auf über einen 1Kilometer) etwa 500m vor der Küste, fühlen sich hier vor allem Pottwale sehr wohl.
Auf Pottwale hat sich auch der Touranbieter für Whale Watching hier spezialisiert. Der Captain hört sich Clicks aus der Meerestiefe an und versucht so die Tiere zu orten, was auch gelingt.Leider sind diese Wale an der Oberfläche recht langweilig und bereiten sich weitgehend bewegungslos mehrere Minuten auf ihren nächsten actionreichen Tauchgang (z.B. epische Kämpfe gegen Riesenkalmare) von bis zu einer Stunde vor. Trotzdem eine spannende Begegnung

Alles andere als langweilig sind dann allerdings etwa hundert quietschvergnügte Schwarzdelfine, die die wildesten Tricks aufführen und sich auch unter Wasser sehr gut beobachten lassen. Und das vor einer extrem schönen Küstenkulisse - Wahnsinn!

Auf einer früheren Tour am gleichen Tag wurde auch ein Blauwal gesichtet, wow!
Safari (2020: Masai Mara, Kenia)
Ich bin zur Regenzeit in Ostafrika, das macht es einerseits schwerer Tiere zu beobachten (weit verteilt, nicht alle an wenigen Wasserlöchhern), andererseits ist es aber auch die Zeit für Nachwuchs bei fast allen Tierarten. Hier gab es unendlich viele kleine und größere Begegnungen mit allerlei Tieren.
Während wir herumfahren kommt auf einmal eine Löwin mit erbeuteter Antilope im Maul Richtung Straße und läuft direkt an unserem Wagen vorbei. Das ist cool! Wir halten an und aus dem Busch nebenan hört man auf einmal lautes Fiepen und wenige Sekunden später kullern 6 Jungen aus dem Busch: Das ist episch! Die Löwin und die kleinen Racker stören sich überhaupt nicht an uns und spielen vergnügt direkt vor unserem Wagen herum

Abseits der erlaubten Wege sammeln sich einige Autos und auch wir bekommen von den Rangern die Erlaubnis vom Weg abzufahren, denn hier sieht man etwas ganz besonderes: Eine Gepardenfamilie! 1 Weibchen, 2 Männchen und einige Jungtiere zehren an einer erlegten Antílope. Ich hab absolute Gänsehaut. Das Rennen ist entschieden, Gepardenbabies cutest

Eine Pavianherde (sowas gibts?!) zieht in der Dämmerung durch die Savanne und läutet ganz eindeutig die Apokalypse ein

Keine Hyänen!!
Alligatoren und Tümmlerdelfine (2025: Everglades, USA)
Die Everglades! Wie viele Filme und Serien gibt es, in der Menschen mit Hovercrafts durch diese tolle Landschaft düsen. Mit der Gerät geht es auch bei unserer Tour durch einen der breitesten und langsam fließesten Flüsse der Welt. In dem gigantischen Gebiet ist es relativ schwer Tiere zu finden. Es gelingt uns aber doch und wir sehen einzelne Alligatoren und auch einige Babies

Deutlich einfacher geht es an kleineren Flüssen, die oft entlang der Strasse verlaufen. Hier gibt es eine Vielzahl an Fischen, die Alligatoren in großer Zahl anlocken. Die chillen hier einfach oder lassen sich bei der Jagd beobachten - Sehr cool!

Weiter westlich ans Meer grenzend befinden sich die “Ten Thousand Islands”, wo der zweitgrößte Mangrovenwald nach Bangladesch beheimatet ist. Ich habe ja schon einige erfolglose Delfintouren hinter mir, aber das es ausgerechnet hier das Erste mal klappt, hätte ich nicht erwartet. Es sind nur wenige Tümmler, aber die haben wahnsinnigen Spaß hinter dem Motorboot herzuschwimmen und tolle Sprünge zu vollführen

Dazu gibt es verschiedene Pelikanarten, Adler und auch eine kurze Begegnung mit einer Seekuh.
Robben,Basstölpel und Trottellummen (Jedes Jahr: Helgoland, Deutschland)
Hach, Helgoland - Der coolste Ort Deutschlands! Im Sommer sammeln sich an dramatischen Steilhängen tausende Zugvögel und gesellen sich zu den Robben, die hier Dauerbewohner sind.

Die tollpatischigen Flüge der Trottellummen (verbringen 95% ihres Lebens im Wasser und fliegen nur zum Brüten auf die Klippen) sind schon sehr unterhaltsam und die Basstölpel nisten oft direkt an den Wanderwegen

Kegelrobben und Seelöwen gibt es dann am Strand und im Wasser

Krokodile (2022: Bakau, Gambia)
Der Kachikally Pool ist einer von drei heiligen Krokodilbecken in Gambia. Die Menschen glauben, dass das heilige Wasser Glück bringt, so kommen z.B. Schwangere hierher und schütten sich Wasser aus dem Teich über den Bauch.
Als ich mir die ersten Krokos anschaue, wundere ich mich, dass der Zaun ziemlich löchrig ist, das wirkt nicht sehr sicher! Ein paar Meter weiter erschrecke ich, weil sie am Wegesrand eine sehr lebensechte Krokodilstatue aufgebaut haben. Naja, ähm… Es ist wirklich eins. Noch ein paar Meter weiter liegt ein halbes Dutzend Krokodile - ohne irgendeinen Zaun oder Schutz - mir fallen alle Herzen in die Hose, die ich jetzt sowieso wechseln müsste.. Alter, ist das fucking unheimlich

Ein Guide erklärt mir, dass sie sehr gut gefüttert werden und seit Jahren an Menschen gewöhnt sind. Theoretisch könnte man sie sogar anfassen, aber nein danke. Wegrennen würde übrigens nichts bringen, wird mir gesagt… Die sind schneller! Einzige Chance ist geschicktes Zickzack, ok!
Lippenbären (2023: Hampi, Indien)
In der faszinierenden Landschaft von Hampi lebt das wohl gefährlichste Tier Indiens! Lippenbären (Sloth Bears) sind extrem aggressiv und greifen alles an was sich bewegt (Interessantes Paper mit Analysen zu Angriffen in Indien) - Ich habe Bilder gesehen, in denen ein Lippenbär mit Baby im Fell einen Tiger angreift, da fuck!
Wir werden deshalb in einem Käfig untergebracht während die Ranger eine Paste aus Rohrzucker auf einigen Felsen vor uns verteilen. 6 wilde Lippenbären + 1 tollpatschig-süßes Baby werden davon angelockt und wir können die Tiere einige Minuten bei ihrem Festschmaus beobachten. Am Ende laufen einige der Tiere noch sehr nahe am Käfig vorbei.. Sehr cool!

Eine Freundin von einer der anderen Gäste war schon 2mal hier und hat keine Bären gesehen, scheint also nicht selbstverständlich zu sein
Giraffen, Zebras und Gnus (2020: Crescent Island, Kenia)
Crescent Island ist ein einzigartiger Ort voller cooler Tiere. Mit einem Ruderboot fahren Ranger einen auf die Insel und man kann da dann alleine herumspazieren, da gefährliche Tiere wie Hyänen angeblich nur Nachts auf die Insel schwimmen und jagen.
Mit einer kleinen Gruppe aus dem Hostel spaziere ich zwischen Zebras, Giraffen, Gnus und allerlei Antilopen auf der Insel herum. Die meisten Tiere sind super gechillt und man kann relativ nah rangehen. Sehr einzigartige Begegnungen, v.a. mit Zebras und Giraffen, ganz ohne Zäune oder Gitter

Panzernashörner (2019: Chitwan Nationalpark, Nepal)
In der Unterkunft beim Chitwan Nationalpark will uns der Gastgeber einen besonderen Ort für den Sonnenuntergang zeigen. Nach einem kurzen Spaziergang kommen wir unter einer tollen Klangkulisse (Elefanten, Vögel, Affen) an einen Ort, wo sich oftmals am Abend einige Nashörner sammeln und im Fluss baden

Der Host hält das ganze mit seiner $5000 Kamera fest und erzählt viele coole Geschichten von seinen Tierbegegnungen (44 Tiger!)
Am morgen beim Frühstück herrscht merklich Unruhe im Dorf und dann sehe ich aus dem Fenster und da läuft tatsächlich ein fuckin Nashorn durch das Dorf. Die Bewohner sind wenig erfreut, denn das Tier knabbert sich durch die Blumengärten der Häuser und wird schließlich mit Steinen verjagt

Grüße an Verena und Markus!
Viele Beuteltiere! (2026: Cradle Mountain, Australien)
Cradle Mountain ist ein wunderschöner Nationalpark mit einigen interessanten Tieren, denen man hier mit etwas Glück begegnen kann. Da keine größeren Dörfer oder Stätde in der Nähe sind, kann man mit etwas Glück von den weit abgelegenen Unterkünften schon Tiere entdecken.
Eine besonders schöne Unterkunft sind die Tiny Houses mittem im Nichts. Die haben besonders große Fenster zum Beobachten wenn Tiere in der Dämmerung herauskommen. Hier lenken uns (oder eher mich) einige Filander (Pademelons) vom Counterstrike schauen ab!

Einer der coolsten Orte im Nationalpark sind die Wege um Ronny Creek. Hier tummeln sich bei Dämmerung zahlreiche Wombats. Extrem coole Tiere, die sich wie alle Beuteltiere ziemlich seltsam und irrational verhalten ;)

Vom Strassenrand schauen einen immer wieder Äugchen an, v.a. Wallabies und Filander. Hier finden wir aber auch immer mal wieder ein Echidna, sehr cool!

Auf der Strasse entdecken wir in der Dunkelheit auch ein uns noch unbekanntes Tier, was wir später als Beutelmarder identifizieren. Die begegnen uns später auch nochmal in einem Conservation Center und sind schnell zu Favoriten geworden

Die Tasmanischen Teufel selbst sehen wir leider auch nur hier im Center in Gefangenschaft

Grüße an Johanna und Tom!
Zwergpinguine (2026: Phillip Island, Australien)
Auf Phillip Island lebt eine riesige Kolonie von Zwergpinguinen, die jeden Abend für ein großes Schauspiel sorgt. Den hellen Tag verbringen die Pinguine entweder geschützt in ihren Höhlen oder im Meer. Bei Anbruch der Dunkelheit kommen sie zu hunderten aus dem Meer, gehen ins Meer oder vertreten sich einfach die Beine außerhalb ihrer Höhlen.
Es gibt einige Frühankömmlinge, die vor der Dämmerung herauskommen

Absoluter Wahnsinn: Die Pinguinparade ist heute ausverkauft und knapp 4.000 Besuchern starren gebannt auf 3 Tribünen Richtung Strand

Dann geht es los: Die ersten Pinguine kommen in kleinen Gruppen aus dem Meer. Sie sind sehr klein und bei den Lichtverhältnissen nicht super gut zu beobachten. Abseits der Tribüne auf den Wegen hat man bessere Chancen, hier purzeln die Pinguine zu ihren Höhlen oder Richtung Meer und man könnte sie quasi in den Rucksack packen.
Es gibt generell ein Kameraverbot, weil in der Vergangenheit zu viele Besucher nicht in der Lage waren ihren Blitz abzuschalten. Auf der offiziellen Seite gibt es aber professionelle Fotos von früheren Tagen
Besucher werden pausenlos ermahnt ihre Kameras wegzupacken, dafür haben die Weißbrote sogar einen Satz auf Mandarin gelernt ;)
Insgesamt ein einzigartiges Erlebnis, wenn auch extrem kommerzialisiert. Ein quasi perfekter Sternenhimmel auf der weitgehend unbewohnten Insel tut sein übriges zur Magie dieses Abends.
Platzhalter: Erste Orcabegegnung in der Wildnis
Will doch nur sowas..

..kann doch nicht so schwer sein?
Daumen drücken!
Platzhalter: Erste Hyänenbegegnung in der Wildnis
Will doch nur sowas..

..kann doch nicht so schwer sein?
Daumen drücken!
Weitere coole Sachen
- Robben und Delfine (2026: Tasman Island, Australien)
- Gaaanz viel und quasi alle mit Babies - Elefanten Antilopen, Giraffen, Mungos etc. (2019: Ruaha Nationalpark, Tanzania)
- Gaaanz viel und quasi alle mit Babies - Elefanten, Antilopen, Nilpferde etc. (2020: Murchison Falls, Uganda)